FOR 2093

C1: Translationale Modellbildung memristiven Lernverhaltens

Das Ziel des Projektes C1 ist es, anhand neurobiologisch inspirierter Modellvorstellungen Schal-tungsvorschläge zu entwickeln und Vorschläge aus anderen Teilprojekten zu verifizieren, so dass diese nicht nur technisch realisierbar sind sondern auch grundlegenden neurobiologischen Me-chanismen entsprechen. Hierzu steht, in Anlehnung an die Hauptziele der Forschergruppe, anfangs die Nachbildung impliziter Lernprozesse im Vordergrund und im weiteren Projektverlauf die Mo-dellierung expliziter Lernprozesse. Es soll den spezifischen Merkmalen der biologischen Informati-onsverarbeitung Rechnung getragen werden, sodass nur jene neurobiologischen Funktionen ex-trahiert werden, die langfristig für den Aufbau einer kognitiven Schaltungstechnik notwendig sind. Insbesondere sind nicht zwingend erforderliche neurobiologische Funktionsabläufe von einer elektronischen Umsetzung auszuschließen.
Vor dem Hintergrund der besonderen Struktur des hippocampalen Schaltkreises sollen neurobiologische Schaltmechanismen modelliert werden, die sich eng an etablierte Gedächtnis- und Lernmechanismen im Hippocampus des Säugetiergehirnes anlehnen. Um die Komplexität der hippocampalen Struktur zu umgehen, soll die Schaltung Gedächtnisfunktionen innerhalb eines einfach gehaltenen hippocampalen Schaltkreises nachbilden. Das Ziel sind technisch umsetzbare Rekonstruktionen neurobiologischer (hippocampaler) Modelle, die zum einen über Lern- und Ge-dächtnisfunktionen verfügen und zum anderen die Eigenschaft der plastischen Speicherfunktion memristiver Bauelemente berücksichtigen.